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Egholm Slotsruin (Die Schlossruine bei Egholm)

Nördlich von Rold Skov auf dem Weg runter nach Lindenborg Å liegt die Stelle, wo Egholm Slot (Schloss) gelegen hatte. Diese Stelle war früher von Einbaumgebüsch umgeben – Daher sicherlich der Name.

Die Anlage ist genauso alt wie andere sogenannte Fluchtburgen, die alle in den unruhigen Zeiten des 13. Jahrhunderts ihre Funktionen bekamen. Im Anbeginn des 13. Jahrhunderts waren große Teile des Landes an dänische und holsteinische Magnaten verpfändet. Als Christoffer II im Jahre 1332 starb, war das Land 8 Jahre lang ohne König. Es breitete sich eine Unruhe aus und in vielen Gebieten breiteten sich die Gegensätze wie Flammen aus. Die Magnaten, die Pfandrecht an dänischem Land hatten, hatten einen guten Grund dazu, sich hinter beschützenden Wällen und Mauern zu sichern.

Egholm Schloss hatte einen Vorläufer auf der Wiese, der sich 200 m südlich von dieser Stelle befand, wo das Schloss lag. Dort wurden Reste von einem befestigten, aus Holz gebauten Turm von ca. 1332 ausgegraben. Schnell begann man jedoch die Stelle von Egholm Schloss mit u.a. Wallgraben und Ziegelsteingebäuden zu versehen. Im Jahre 1374 gelang es dem neuen König Valdemar Atterdag das Eigentum Egholm zu kaufen – wahrscheinlich unter Zwang. Königin Magrethe erbte das Eigentum Egholm und schenkte es Aalborg Kloster im Gegenzug, dass die Burg niedergerissen wird.

Heute liegt die Burg als eine, zum Teil überwachsene Erhebung, die von zerzausten Dornbusch, Schlehensträuchern und wilden Hagebutten abgedeckt ist. Man kann jedoch immernoch Mauersteine in den zusammengesunkenen Wällen sehen, und für Himmerland ist dies ein bedeutendes Denkmal aus dem Mittelalter.

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