Burgruine Egholm
Entdecken Sie die Burgruine Egholm und die Spuren einer mittelalterlichen Befestigung aus dem unruhigen 14. Jahrhundert.

Burgruine Egholm
Die Burgruine Egholm erzählt von einer unruhigen Zeit in der dänischen Geschichte. Die Anlage stammt aus dem 14. Jahrhundert, als große Teile des Landes an dänische und holsteinische Adlige verpfändet waren. Nach dem Tod von König Christoph II. im Jahr 1332 blieb Dänemark acht Jahre lang ohne König, und Unruhen sowie Machtkämpfe prägten das Land. Für die Adligen, die dänischen Grundbesitz als Pfand hielten, gab es daher gute Gründe, sich hinter schützenden Wällen und Mauern zu sichern.
Etwa 200 Meter südlich des heutigen Burgplatzes befand sich eine ältere Befestigungsanlage. Archäologische Ausgrabungen haben dort die Reste eines befestigten Holzturms aus der Zeit um 1334 freigelegt. Kurz darauf wurde die eigentliche Burg Egholm mit Wassergraben, zwei Burghügeln und Backsteingebäuden errichtet.
Im Jahr 1374 übernahm König Waldemar Atterdag Egholm, möglicherweise unter Druck auf den damaligen Besitzer. Später erbte Königin Margrete den Besitz und schenkte ihn dem Kloster Aalborg unter der Bedingung, dass die Burg abgerissen wurde.
Heute ist der Burghügel als teilweise überwachsene Erhebung in der Landschaft zu erkennen. Windgeformter Weißdorn, Schlehen und wilde Rosen wachsen auf dem Gelände, während in den eingesunkenen Wällen noch immer Ziegelreste zu sehen sind. Die Burgruine Egholm ist damit ein sichtbares Zeugnis der unruhigen Jahre des Mittelalters und ein bedeutendes historisches Denkmal in Himmerland.
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